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Nr. 77, August 2025: Darf ich das?

  • Autorenbild: Kathrin Aßländer
    Kathrin Aßländer
  • 28. Aug. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

"Erlaube dir, deine Träume zu leben"





Bild von wirestock auf Freepik


Liebe Leser:in,


Manchmal ist es nur ein kurzer Gedanke, fast ein Flüstern im Hintergrund: „Darf ich das?“ Darf ich die gute Idee im Teammeeting laut sagen? Darf ich mich zeigen, mit dem, was ich wirklich denke? Darf ich mich freuen, wenn ich Erfolg habe – oder verdiene ich das gar nicht?


Oft stellen wir uns diese Fragen nicht einmal bewusst. Wir spüren nur das Zögern, das Zurückhalten, das kleine innere Stopp-Schild. Es fühlt sich an, als gäbe es eine Grenze – und doch ist es oft keine äußere, sondern eine innere.


Solche Fragen basieren häufig auf Regeln der Gesellschaft oder der Familie. Es sind Fragen wie: „Darf ich Karriere machen, wenn meine Kinder mich brauchen?“ oder „Darf ich mir Zeit für mich nehmen, wenn andere etwas von mir erwarten?“ Oder: „Darf ich Erfolg haben, wenn das in meiner Familie nie üblich war?“


Unsere inneren Verbote entstehen nicht zufällig. Sie sind Teil unserer Geschichte, manchmal über Generationen hinweg. Unsere Ahn:innen haben Erfahrungen gemacht, die uns geprägt haben, ohne dass wir es merken. Ein unausgesprochenes „So etwas steht uns nicht zu“ kann sich tief in uns einprägen.


In meinen Seminaren begegnet mir das Thema immer wieder. Da zeigt sich zum Beispiel, dass in einer Familie Armut über Generationen hinweg als Tugend galt und finanzieller Reichtum als unanständig empfunden wurde. Die Nachkommen tragen dieses Muster oft weiter – sie tun sich schwer damit, Wohlstand anzunehmen oder selbst Reichtum zu schaffen, obwohl es in ihrem Leben längst möglich wäre.


Ganz unterschiedliche Lebensthemen können betroffen sein – manchmal geht es um Erfolg und Geld, manchmal um Liebe und Partnerschaft. Eine Frage, die in Aufstellungen immer wieder auftaucht, lautet: „Warum ist es mir nicht möglich, eine glückliche Partnerschaft zu führen? Warum bin ich alleine? Warum scheitern alle meine Beziehungen?“

Der Blick in die Familiengeschichte zeigt in solchen Fällen oft, dass Schicksale in den Generationen davor geteilt werden, wie: „Weil meine Mutter, Großmutter und Urgroßmutter ihre Männer früh verloren haben, bleibe auch ich alleine.“ Aus Solidarität teilen wir – meist unbewusst – das Schicksal unserer Ahn:innen. Solange uns diese Verbindungen nicht bewusst sind, tragen wir sie weiter, ohne es zu wollen. Erst wenn wir sie erkennen, entsteht die Freiheit, sie zu würdigen und Neues zuzulassen.


Die systemische Arbeit öffnet hier eine Tür. In einer Aufstellung wird sichtbar, woher dieses innere „Nein“ kommt – und dass es oft nicht wirklich unseres ist. Schritt für Schritt können wir uns die innere Erlaubnis zurückholen: für Freude, für Erfolg, für Klarheit, für ein Leben grenzenloser Möglichkeiten.


Und dann verändert sich etwas Wesentliches: Aus der Frage „Darf ich das?“ wird ein leises, kraftvolles inneres „Ja“.


Das sind für mich magische Momente in der Aufstellungsarbeit. Wenn eine kleine Erkenntnis alles verändert…


Eine Übung für dich


Fast immer wissen wir sehr genau, was wir nicht wollen in unserem Leben. Gleichzeitig tragen wir auch Wünsche und Träume in uns – manchmal ganz verborgen.

Nimm dir einen Moment Zeit und frage dich:


  • Was will ich in meinem Leben? Was wünsche ich mir wirklich?

    Beginne vielleicht mit etwas Kleinem, ganz konkretem.


Und dann stelle dir die zweite Frage:


  • Darf ich das?


Es reicht, die Antwort – egal wie sie lautet - in dir zu spüren und dieser Erkenntnis einen Platz zu geben.


Für dich entdeckt

„Und dann kam der Tag, an dem das Risiko, in der Knospe zu verharren, schmerzlicher wurde als das Risiko, zu blühen.“


(Anaïs Nin)


Für dich gelesen


„Das Buch der Erlaubnis: Aus Liebe zu mir“ – Renate Daimler

 

Renate Daimler ist systemische Beraterin und Autorin mit langjähriger Erfahrung in Aufstellungsarbeit.

Ihr Buch lädt ein, innere Blockaden und alte Glaubenssätze zu erkennen und sich Schritt für Schritt die Erlaubnis zu geben, das eigene Leben authentisch zu gestalten. Praxisnahe Übungen und anschauliche Beispiele machen deutlich, wie wir uns von eingefahrenen Mustern lösen und mehr Freude, Erfolg und Erfüllung zulassen können.


Aktuelle Termine


Curriculum "Gut aufgestellt" – Systemaufstellungen


Die Seminare können als Einzelkurs oder im Rahmen der Ausbildung zum:r zertifizierten Organisationsaufsteller:in besucht werden. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Wenn dir die drei Tage zu lange sind, kannst du Freitag oder Samstag als Tagesgast kommen und natürlich auch dein eigenes Anliegen aufstellen.




Curriculum „Gut geführt“ - Seminare zu Führungsthemen


Alle Seminare dieses Master-Curriculums können auch als Einzelkurs gebucht werden. Die Beschreibungen findest du bei den jeweiligen Terminen. Gerne beraten wir dich persönlich. Nutze dafür das Kontaktfeld.



Aßländer - online


hier findest du unsere Online Angebote, sowie unsere kostenfreien Infoveranstaltungen.



 
 
 

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