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Nr. 81, Februar 2026: Mich selbst gut führen

  • Autorenbild: Kathrin Aßländer
    Kathrin Aßländer
  • 8. Feb.
  • 4 Min. Lesezeit

"Wege zur inneren Orientierung und Gelassenheit"



die Hofkapelle am Schwanberg

Liebe Leser:in,


Kennst du das?

Der Tag beginnt ganz normal. Du hast geschlafen, bist aufgestanden, vielleicht schon den ersten Kaffee getrunken – und dann spürst du dieses innere Unruhegefühl, ein Ziehen im Körper, dieses diffuse "Etwas stimmt nicht".

Manchmal ist es nur Unruhe. Manchmal zeigt sich sogar richtig Angst – oder eine regelrechte Panikattacke, die aus dem Nichts zu kommen scheint und dich kurz außer Atem bringt.


Immer häufiger erzählen mir Menschen von solchen Unruhe- und Angstzuständen. Angst zeigt sich im Beginn meist als innere Unruhe und wächst sich manchmal aus zu einer Art Erstarrung: „Ich fühle mich wie gelähmt.“ Oder sie wird zu einer Panikattacke. Menschen empfinden in solchen Momenten Todesangst, obwohl gerade gar nichts Schlimmes passiert.


Dabei ging es uns so gut wie noch nie. In unseren Gesellschaften gibt es einen historischen Wohlstand, Sicherheit, medizinische Versorgung, Freiheit – messbar hohe Lebensqualität. Gleichzeitig erleben viele Menschen innerlich Unsicherheit, Angst oder Überforderung – ein Phänomen, das der Verhaltensökonom Dominik Enste in einem Interview der Süddeutschen Zeitung am 8. August beschreibt. Trotz objektiver Sicherheit fühlen sich viele innerlich bedroht – ein Zeichen dafür, wie stark unsere Lebensgeschwindigkeit und Informationsflut auf unser Nervensystem wirken.


Wir werden von den Medien ständig mit Nachrichten gefüttert – oft die schlimmsten: Gewalt, Krieg, Unruhen. Beispiele dafür sind die Vorfälle in Minnesota oder die brutale Unterdrückung im Iran. Solche Bilder, Schlagzeilen, kurzen Videos wirken auf uns, selbst wenn wir glauben, sie nur am Rande wahrzunehmen.


Gerade diese schnellen, kurzen Clips, schnellen Bilder, schnellen Schlagzeilen werden nicht vom Gehirn verarbeitet, bevor schon das nächste Ereignis kommt. Unser Körper registriert Bedrohung, lange bevor unser Verstand verstanden hat, was passiert ist. Und genau das erzeugt innere Anspannung und Angst.

Die Geschwindigkeit unserer Welt nimmt kontinuierlich zu. Ein gutes Beispiel sind Sozial-Media-Reels, Information über Information über Information, oft in Sekunden konsumiert. Technologie und KI verdichten dieses Tempo noch weiter.


Unser Körper hat keine Beschleunigungslogik. Unsere Wahrnehmung ist nicht darauf ausgelegt, alles gleichzeitig aufzunehmen und immer bereit zu sein, ohne zu verschnaufen. Deshalb fühlen wir oft: „Ich komme nicht mehr hinterher. Ich habe die Kontrolle verloren.“ Und genau daraus entsteht Angst.

Diese Angst ist keine „Einbildung“ oder Schwäche. Sie ist eine körperliche Reaktion auf ein System, das keine Pausen kennt.


Dieser Geschwindigkeit im Aussen können wir nur standhalten, wenn wir unsere innere Mitte, die innere Ruhe wiederfinden, wenn wir das Steuer übernehmen, wenn wir zur inneren Führung finden. Innere Führung beginnt dort, wo du wieder spürst, was in deinem Körper ist, bevor der Kopf sofort analysiert und bewertet. Sie beginnt dort, wo du Raum schaffst für das, was gerade in deinem Inneren auftaucht – ohne es sofort weg haben zu wollen.


Innere Führung heißt:

  • bewusst wahrzunehmen, was gerade in dir ist,

  • zu entscheiden, wem du deine Aufmerksamkeit gibst,

  • nicht jedem Impuls sofort zu folgen, sondern innezuhalten,

  • wieder zu deinem eigenen Atem, zu deinem eigenen Rhythmus zurückzufinden.


Das ist nicht Flucht vor der Welt. Das ist Wiederfinden deines Mittelpunkts – in einer Welt, die immer lauter und schneller wird.


Ich lade dich ein: auf den Schwanberg, in der Mitte Deutschlands, in wunderbarer Natur, zum Innehalten mit uns, gemeinsam mit Menschen, die dir gleichgesinnt sind. Ein Seminar mit Zeiten der Stille und Orientierung, in dem du deine innere Führung wiederfinden kannst. „Mich selbst gut führen“ heißt unser Seminar im März - für alle, die klar, mit innerer Ruhe, aus ihrer eigenen Mitte handeln und führen möchten – sich selbst und andere.


Ich freue mich, wenn du deine Erfahrungen zu diesem Thema mit mir teilst.


Herzlichst


Deine Kathrin


Eine Übung für dich


Diese Übung hilft dir, dich inmitten von Hektik oder innerer Unruhe wieder mit deinem Körper zu verbinden und einen Moment der inneren Ruhe zu schaffen.


  • Setze dich aufrecht hin, die Füße fest auf dem Boden.

  • Schließe die Augen oder richte den Blick sanft auf einen Punkt.

  • Atme tief ein (4 Sekunden) und langsam aus (6 Sekunden).

  • Spüre bewusst den Kontakt deiner Füße zum Boden und dein Gewicht auf dem Stuhl.

  • Nimm wahr, wie dein Atem dich zentriert und Ruhe entsteht.

  • Wiederhole dies 3 Minuten, ohne etwas verändern zu wollen – einfach spüren, was gerade da ist.


Für dich entdeckt

„Ruhe und Klarheit entstehen nicht, wenn wir alles kontrollieren, sondern wenn wir aufhören, uns gegen uns selbst zu wehren.“


Pema Chödrön, buddhistische Lehrerin und Autorin


Für dich gelesen


„When Things Fall Apart: Heart Advice for Difficult Times“ von Pema Chödrön 

„Wenn alles auseinanderfällt – Herzensweisheit in schwierigen Zeiten“ 


Ein Buch, das auf berührende und praxisnahe Weise zeigt, wie wir innere Ruhe und Gelassenheit finden können, selbst wenn das Leben uns herausfordert. Pema Chödrön verbindet buddhistische Weisheit mit alltäglichen Beispielen, die leicht nachzuvollziehen sind. Es ist ein Leitfaden, wie wir Angst, Unsicherheit und innere Unruhe annehmen und in Kraft und Klarheit verwandeln können.



Aktuelle Termine


Gut geführt in den Feierabend - unsere kostenfreie online-Veranstaltung


am Donnerstag 12. Februar 2026 von 17 bis 18 Uhr


Wenn Gewissheiten brüchig werden und einfache Antworten nicht mehr tragen, zeigt sich Führung.

Die kostenfreien Online-Abende laden dazu ein, Führung neu zu betrachten – jenseits von Modellen und Patentlösungen. Mit kurzen Impulsen und gemeinsamer Reflexion entsteht ein Denk- und Erfahrungsraum zu Haltung, Klarheit und eigener Wirkung im Führungsalltag.

Offen für alle, die unsere Arbeit kennenlernen möchten, ebenso für Teilnehmende und Absolvent:innen der Reihe „Gut geführt“, die neue Perspektiven suchen.


 



Seminar "Mich selbst gut führen" 12.-14. März 2026 am Schwanberg bei Würzburg

Weil Selbstführung der Schlüssel zu exzellenter Führung ist ...

Führst du – oder wirst du geführt vom Alltag?

Spürst du, dass mehr Klarheit, innere Ruhe und Stimmigkeit deine Führung wirksamer machen würden? In diesem Seminar richtest du den Blick nach innen: auf deine Antreiber, deine Haltung und das, was dich wirklich trägt. Mit systemischen Aufstellungen, Selbstreflexion und praxisnahen Impulsen eröffnen sich neue Handlungsspielräume für deinen Führungsalltag.




Curriculum „Gut geführt“ - Seminare zu Führungsthemen


Alle Seminare dieses Master-Curriculums können auch als Einzelkurs gebucht werden. Die Beschreibungen findest du bei den jeweiligen Terminen. Gerne beraten wir dich persönlich. Nutze dafür das Kontaktfeld.




Curriculum "Gut aufgestellt" – Systemaufstellungen


Die Seminare können als Einzelkurs oder im Rahmen der Ausbildung zum:r zertifizierten Organisationsaufsteller:in besucht werden. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Wenn dir die drei Tage zu lange sind, kannst du Freitag oder Samstag als Tagesgast kommen und natürlich auch dein eigenes Anliegen aufstellen.




Aßländer - online


hier findest du unsere Online Angebote, sowie unsere kostenfreien Infoveranstaltungen.


 
 
 

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